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Beiträge zum Thema: onlinehandel

Mein Blog


 

Hallo und herzlich willkommen auf meinem Blog.

 

Ich erzähle hier Geschichten und Gedanken aus unserem Porzellanalltag. Warum? Weil ich finde, dass jeder Kauf im Internet Vertrauenssache ist. Wie schön, wenn Kunden mir schreiben: "Frau Schmitt, jetzt hatte ich wirklich das Gefühl, Sie kennenzulernen und bei Ihnen persönlich zu kaufen!" Deshalb ist es mir wichtig, auch ein bisschen zu erzählen, was hinter den Kulissen passiert. Wir verkaufen nämlich nicht nur irgendwelche Produkte, die uns egal sind und die uns nur wegen des möglichst hohen Umsatzes interessieren. Sondern wir sammeln in erster Linie wunderschönes Porzellan - das wir dann an Porzellanliebhaber und Sammler weitergeben. Die Suche nach seltenen Tellern und schönen Servicen ist unsere Leidenschaft - und nicht nur langweiliger Produkteinkauf. Und weil wir so begeistert sind von dem, was wir machen, ist es für uns auch nicht nur ein Job, sondern Berufung.

 

In diesem Sinne: schauen Sie sich gerne auf unserer Seite ausgiebig um. Viel Spaß dabei und wir freuen uns über jede Rückmeldung,

Gabi und Thomas Schmitt

 

Und jetzt: bitte einfach mal nach unten scrollen.....

 

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Ihr kauft nicht "im Internet" ein, sondern bei Menschen

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Guten (späten) Morgen,

was mir bei meinem morgendlichen Rundgang bei Facebook immer so auffällt:
es werden persönliche Meinungen, Befürchtungen, Ängste und Vermutungen als absolute Wahrheit gepostet.

Und wehe, das Gegenüber teilt diese Ansicht nicht. Dann ist derjenige halt doof, ignorant, misstrauisch, nicht genug misstrauisch, hat einen Aluhut auf oder ist ein Gutmensch. Es werden "Beweise" für die eigene Meinung gesucht, indem man sich so viele Veröffentlichungen durchliest oder anhört, bis man die gefunden hat, die möglichst gut mit dem übereinstimmt, was man selbst beweisen will. Und das kloppt man dem anderen (dem Unvernünftigen) dann so lange über den Schädel, bis der sich dann ausreichend angegriffen fühlt, um sich ebenfalls zoffen zu wollen.

Ich kann dazu nichts sagen. Auch wenn ich eine eigene Meinung habe, ich bin weder Arzt, noch Lungenexperte oder Virologe. "Nur" Psychologin und Online-Händlerin. Deshalb vertrete ich meine Meinung auch nur im Bekannten- und Familienkreis, wenn danach gefragt wird.

WAS ich aber weiß, ist: so eine Aussage wie "Ihr im Onlinehandel habt es ja gut. Ihr habt ja weiterhin gute Umsätze" ist Quatsch - wie fast alles, was verallgemeinert wird.

Ich habe in der letzten Zeit versucht, einfach mal darauf aufmerksam zu machen, dass hinter einem Einkauf im Internet auch Menschen stecken. Menschen, die irgendwann mal eine Geschäftsidee hatten und sich keinen Laden gemietet haben, sondern aus verschiedensten Gründen für die Eröffnung eines Onlineshop´s entschieden haben. Bei mir war es die Vereinbarkeit von kleinen Kindern und Beruf. Keine festen Öffnungszeiten. Flexible Arbeitszeiten - auch wenn das oft Nachtschichten und seit 19 Jahren auch Arbeiten am Wochenende bedeutet. Auch wenn die Kunden gefühlt "bei Amazon" kaufen, stecken da auch kleinere Shops dahinter. Powerseller bei Ebay muss kein Millionen-Euro-Händler sein. Und auch die Shops im Internet - ihr wisst ja: "Ihr kauft nicht im Internet, sondern bei Menschen ein".

Uns Onlinehändlern wird aktuell kein Laden geschlossen, aber die Menschen kaufen weniger bzw anders ein. Wer zu Hamsterkäufen neigt, der wird sich keine Kaffeetassen vom guten Geschirr aussuchen, sondern Nudeln und Klopapier. Wenn Kurzarbeit angekündigt wird, kauft man sich nicht unbedingt die große Auflaufform von Villeroy & Boch, die man schon immer mal haben wollte. Und Menschen, die Angst haben und/oder nicht mehr wissen, wie es weiter geht, werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine 400 Euro in neues Geschirr investieren.

Wir Händler haben aber auch unsere Fixkosten. Wir müssen unsere Ware irgendwo lagern, Steuern bezahlen, brauchen Computer, Drucker, Verpackungsmaterialien, Steuerberater, Kranken- und Rentenversicherung. Und ein Teil von uns hat auch Mitarbeiter. Mitarbeiter, denen wir gerne weiterhin ihren kompletten Lohn ausbezahlen wollen statt Kurzarbeit anzumelden. Mitarbeiter, für die wir auch Sozialabgaben bezahlen müssen. Wenn wir all diese Kosten bezahlt haben - und erst dann - haben wir Geld "übrig", um zu investieren. Denn wenn wir nichts einkaufen - richtig - dann können wir auch nichts verkaufen. Wir reden hier noch nicht von einem Gewinn. Sondern "nur" von Kosten bezahlen und Lager auffüllen. Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir noch kein Essen im Kühlschrank und keine Kleidung für unsere Kinder gekauft. Sondern einfach nur unsere Ausgaben bezahlt.

Gerne würde ich euch zum Nachdenken anregen. Ich finde diese Krise für die Ladenlokale wirklich furchtbar schlimm. Ich befürchte, dass viele der mit so viel Liebe geführten Läden nicht mehr aufmachen. Ich hoffe aber auch, dass möglichst viele Händler wenigstens eine Zeitlang auf Online umstellen können. Neue Wege finden. Ideen haben und umsetzen. Voller Zuversicht und Optimismus das Beste aus der aktuellen Lage machen. In jeder Krise steckt auch eine Chance. Unterstützt deshalb sowohl die Ladenlokale (und Handwerker und Dienstleister) als auch den Onlinehandel. Denkt nicht einfach "Ach, der oder die hat ja genug", sondern hinterfragt das alles. Wenn WIR weiterhin Umsatz machen, dann können wir unsere Einnahmen auch an die Unternehmen weitergeben, bei denen WIR einkaufen.

 

#gemeinsamsindwirstark

 

Alles Liebe, Gabi

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Warum ich keine Preisvorschläge mehr mache...

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Im Moment erreichen mich unglaublich viele Angebote für den Ankauf von Geschirr. Unfassbar, was da in Deutschlands Kellern und Speichern an Schätzen liegt. Generell freue ich mich über jede Email, wenn ich auch natürlich leider nicht alle annehmen kann. Bei stellenweise 5 Services am Tag hätte ich da ein echtes Lager-Problem :-)

Aber es kommt noch was hinzu. Oft, sehr oft, schauen die Verkäufer in spe schon im Vorfeld bei Ebay, welchen "Wert" ihr Service denn hat. Rein theoretisch sehen sie dann auch ein, dass sie diesen Preis bei mir nicht bekommen werden. Denn das ist MEIN Endpreis. Ebenfalls theoretisch und jetzt mal sehr einfach ausgedrückt. Es wird dabei natürlich nach dem höchsten und nicht nach dem niedrigsten Ebaypreis geschaut - mit vollem Unwissen, ob der Artikel auch jemals zu diesem Preis verkauft werden wird oder ob er dann jahrelang im Regal vor sich hin staubt. Im Endeffekt will man sich aber auch nicht über´s Ohr hauen lassen und deshalb höre ich dann oft (oder besser gesagt: ich lese):

das Geschirr hat einen Wert von 1.000 Euro. Ich würde es ihnen für 800 Euro verkaufen, weil ich weiß, dass Sie ja auch noch Gewinn damit machen wollen.

Hm......

Wir gehen jetzt mal davon aus, dass das Geschirr tatsächlich einen Verkaufswert von 1.000 Euro erreichen wird. Innerhalb einer vertretbaren Zeit. Was meistens nicht der Fall ist, denn als allererstes werden die Kaffeetassen verkauft, dann die Speiseteller und der Rest wie Milchkännchen, Kuchenteller und vor allem die SAUCIEREN und KAFFEEKANNEN stehen meistens monate-, wenn nicht jahrelang rum. Saucieren und Kaffeekannen benutzt kein Mensch mehr. Terrinen auch eher nicht. Oder habt ihr eure Suppen noch in der Terrine auf dem Tisch stehen oder füllt den Kaffee aus der praktischen Thermoskanne um in eine Porzellankanne? Falls ja, wie oft im Jahr?

Weiter: die Teile, die eine Macke, einen Riss oder eine Verfärbung haben, die darf ich auch nicht mitzählen, denn die werden ebenfalls nicht verkauft. Die kann ich sofort aussortieren, bei den wenigsten Sorten lohnt es sich, die Teile überhaupt anzubieten und deshalb wertvolle Arbeitszeit zu verschwenden. Ich weiß gar nicht, wie oft ich Hunderte von Kilometern gefahren bin, um dann beim Verkäufer am Tisch ganz enttäuscht festzustellen, dass gerade die wertvollsten Teile jede Menge Abplatzer oder Verfärbungen haben, für mich also komplett für die Tonne sind. Achja, und der Versand. Entweder müssen die Teile per Post zu mir kommen (diese Mühe macht sich aber kein Privatverkäufer, denn dann könnte er ja selbst bei Ebay verkaufen) oder ich muss sie abholen. Für ein 10teiliges Service würde ich mich aber nicht 5 Stunden ins Auto setzen. Ja, ich muss den Weg auch wieder zurückfahren und ja, das kostet nicht nur Benzin, sondern auch Zeit, in der ich nichts anderes machen kann.

Na, und dann noch die Kosten. Von jeder Einnahme (auch von den Versandkosten) bekommt Ebay 11%, Paypal fast 2%, Finanzamt 19% UST plus zusätzlich natürlich EST. Um überhaupt Produkte anbieten zu können, brauche ich einen Ebay-Shop, einen Amazon-Shop, einen Strato-Shop, einen Klarna-Bezahlservice, Internet, Versanddienstleister, einen Steuerberater und diverse Versicherungen - alles feste monatliche Kosten. Außerdem noch Verbrauchsmaterialien wie Einschlagpapier, Schrenzpapier, Luftpolsterfolie, Kartons, Klebefolie, Bürobedarf, Computerzubehör, Druckerpatronen... und natürlich auch Mitarbeiter, für die neben ihrem Lohn auch noch Sozialabgaben bezahlt werden müssen. Nein, ich mache das nicht mal eben so in meiner Freizeit. Das Geschirr muss ausgepackt, untersucht, fotografiert, gemessen, notiert, eingestellt, hochgeladen, in andere Systeme übertragen und synchronisiert werden. Wenn es verkauft wird, dann muss es sorgfältig verpackt werden, was schon mal bei einem großen Paket über eine Stunde in Anspruch nehmen kann.

Für die meisten Anbieter ist das gar kein Problem. Sie nennen ihren Preis, den sie haben wollen, und ich sage Ja oder halt Nein, wenn es sich für mich nicht lohnt. Kommt ja auch immer auf das Service an. Aber bei manchen Leuten tut es mir einfach leid, weil ich merke, dass sie sich einen ganz anderen Preis vorgestellt haben. Deshalb mache ich auch keine Preisangebote mehr, sondern höre mir an, was das Geschirr denn kosten soll, und treffe dann eine Entscheidung. Natürlich und ganz selbstverständlich gibt es bei Ebay oder bei Ebay Kleinanzeigen vom Endkunden mehr Geld als von einem Händler. Wie gut, dass die meisten Privatverkäufer es dann doch verstehen, wenn ich ihnen den Gesamtablauf erkläre. 

 

 

Unseren Shop findet ihr unter: www.porzellankeller.de

 

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Wer sind denn meine Lieblingskunden?

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Wer sind denn meine Lieblingskunden?

 

Als langjährige Unternehmerin müsste ich eigentlich sagen: meine Lieblingskunden sind die, die möglichst wenig Zeit kosten und möglichst viel Umsatz bringen. Also die, die ruckzuck mehrere Artikel kaufen, bezahlen und dann positiv bewerten. Aber nein, für mich stimmt das ganz und gar nicht. ICH mag am allerliebsten die Kunden, für die die gekauften Stücke einen ideellen, emotionalen Wert haben. Warum? Weil es MICH glücklich macht, wenn andere Menschen durch ihren Kauf im Porzellankeller glücklich sind.

Meistens sind es Leute, für die das Geschirr auf dem Tisch nicht nur Porzellan ist, sondern vielmehr eine Erinnerung. Eine Erinnerung an Familiensonntage in der Kindheit mit Kaffee und Kuchen. Eine Erinnerung an Feiertage wie Weihnachten oder Ostern. Und eine Erinnerung an Familien-Feiertage wie Kindtaufe, Kommunion und runde Geburtstage. Deshalb suchen sie oft verzweifelt nach dem Geschirr, das ihre Eltern oder sogar Großeltern ihnen damals vererbt haben. Nach dem Geschirr, das sie selbst vor vielen Jahren als Hochzeitsgeschenk bekommen haben. Oder das sie sich mühsam in der ersten Zeit ihrer Ehe zusammengespart hatten, Stück für Stück. Es ist so schön, diese Geschichten zu hören. Und jetzt ist das geliebte Service nicht mehr vollständig. Mal fehlt ein Milchkännchen, mal ist der Deckel der Zuckerdose runtergefallen. Manchmal möchte man ein 6-Personen-Service gerne auf 12 Personen aufstocken, weil die Familie sich vergrößert hat. Oder die Speiseteller sind nach all den Jahren nicht mehr so schön.

Umso besser, dass es gerade für Markenporzellan immer noch Ersatz gibt. Man muss nur wissen, wo man diesen herbekommt. Im Porzellankeller haben wir fast 3.000 verschiedene Artikel auf Lager. Da wir sehr gerne einkaufen, ändert sich der Bestand fast täglich. Wir haben bevorzugt Porzellan von Villeroy & Boch, in kleinerem Maße aber auch Rosenthal und Hutschenreuther, Goebel und Pfalzkeramik. Sie finden uns im Internet unter www.porzellankeller.de, wo Sie sich ganz in Ruhe alle Artikel anschauen und bestellen können. Unter "Bei Verfügbarkeit benachrichtigen" können Sie auch Ihre Emailadresse hinterlassen, so dass Sie ganz unverbindlich per Email Bescheid bekommen, wenn Ihr Wunschartikel wieder eingestellt wurde. Sie können auch ganz einfach an schmittgabi@porzellankeller.de schreiben, wenn Sie eine Frage haben.

Und was mich besonders freut: viele ältere Menschen haben keinen direkten Zugang zu Internet und Sozialen Medien. Sie werden dann oft von ihren Kindern oder Enkeln darauf aufmerksam gemacht, dass es überhaupt einen Handel mit ausgelaufenen Porzellanserien gibt. Vielen Dank dafür!

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